Larry Love Fanclub

Interview mit Larry in Saarbrücken am 19.09.2007 

Jacky und ich stehen backstage und warten bis Kari uns in den Raum lässt, in dem wir Larry interviewen werden. Endlich ist es soweit. Wir folgen Kari und sehen Larry schon wenige Meter vor uns ebenfalls zu einem Tisch laufen. Wir setzten uns zu ihm und stellten ihm kurz unsere Seite vor. Larry wusste bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seinem Fanclub. Er wollte aber unbedingt eine Karte haben und versprach uns mal hier vorbeizuschauen.

Was hast du gemacht, bevor du dich dazu entschieden hast ins Musikgeschäft einzusteigen?

 

L: Ich habe einige Sachen gemacht. Ich ging zu Schule, dann zur Highschool und später arbeitete ich für ungefähr ein Jahr.

 

Bevor du zu Negative kamst hast du noch in zwei anderen Bands gespielt. Wieso hast du dich entschieden gerade bei Negative zu bleiben?

 

L: Ich spiele schon seit ich elf bin Gitarre. Zuerst hatte ich eine Band namens Shannon. Ich habe gerne dort gespielt, aber ich hörte von einer anderen Band die ebenfalls einen Gitarristen suchte und schloss mich dort an. Dann kam Negative. Mit dieser Band hatten wir immer mehr Gigs und so weiter. So musste ich die anderen Bands verlassen. Es war traurig, aber manchmal muss man eben Entscheidungen treffen.

 

Hat dich deine Familie in deinem Vorhaben Musiker zu werden unterstützt?


L: Ja. Natürlich haben sie mich auch immer gewarnt. Mein Vater ist Gitarrist und kennt das Geschäft. Sei vorsichtig mit Drogen und so weiter... und blablabla….


Ja, alle Eltern sagen so etwas.


L: Ja, aber er unterstütze mich trotzdem bei allem. Er kaufte zum Beispiel meine erste Gitarre. Mein ersten Gitarrenstunden hatte ich bei meinem Vater und momentan organisiert er Proberäume für uns. Er hat uns eine Menge unterstützt.


Wie oft probt ihr eigentlich mit der Band?


L: Wie spielen wirklich oft zusammen. Wir haben eine ungeschriebene Regel und spielen jeden Tag, wenn nichts anders ist oder wir Aufnahmen machen. Also wirklich ziemlich oft.


Wie sieht ein typischer Tourtag bei dir aus?


L: Ein typischer Tourtag?


Ja, genau. Lange schlafen usw?


L: Ja, das stimmt. Wir wachen erst am Nachmittag auf, circa um 1 oder 2 Uhr. Dann gehen wir backstage, trinken einige Tassen Kaffee. Die Interviews starten so um 3 und danach ist Soundcheck. Dann warten wir backstage, duschen oder machen etwas anders.


Was war das letzte Konzert, das du dir angeschaut hast?


L: *überlegt lange*


War es schon so lange her?


L: Nein, nicht so lange. Kennt ihr die finnische Band „One heads and fuckers“? (Sorry, habs kaum verstanden. Denke aber das er das gesagt hat) Nein? Sie spielten diesen Sommer auf einem Festival ein Konzert. Mh ja das war das letzte Konzert.


Erzähl uns doch ein bißchen über deine guten und schlechten Angewohnheiten.


L: Gute und schlechte? *lacht* Okay. Rauchen ist schlecht. *hält seine Zigarette in unsere Kamera* Ich mache keinen Sport. Das ist auch schlecht. Manchmal trinke ich zu viel, aber nicht mehr heutzutage. Vor ein paar Jahren habe ich jeden Tag getrunken, die ganze Zeit… *schaut auf den Boden und überlegt weitere schlechte Angewohnheiten*


Okay, dann ein paar gute Angewohnheiten?


L: Ich bin sehr ehrlich. Ich kann niemanden anlügen und sage direkt was ich denke. Ich sorge mich auch sehr um die Menschen die um mich herum sind.

 

Wieso nennst du dich Larry Love?

 

L: Gute Frage. Das begann alles mit einem Joke. Also zuerst mein richtiger Name ist Lauri, wie Lauri von The Rasmus. Irgendwann hat Jonne angefangen mich Larry zu nennen. Er fragte sich was würde ein guter Name für mich sein und irgendwann kam: "Larry klingt gut!" Wir nahmen unser erstes Album auf und überlegten uns einen Namen für Christus. Aber Christus war schon immer Christus und so fragten wir was ein guter Name für mich wäre. So kam Love auf. Larry Love. Es war einfach nur ein Joke. Nichts ernstes.

 

Was war das verrückteste was du auf der Bühne erlebt hast?

 

L: Einmal kam ich auf die Idee Stage zu diven. Jeder fasste mich an und jemand packte mich am Hals *fasst sich an den hals* Es war schrecklich. Mein Ohrring wurde rausgerissen und so. Aber okay, mir fällt gerade was besseres ein. In Japan gibt es richtig fanatische Fans. Da war dieses große Festval namens "Summersonic", auf dem fast nur große Band spielten. Ich dachte die Menschen wären wegen diesen Bands da und beschloss ein bisschen über den Platz zu laufen. Doch falsch gedacht. Auf einmal drehten sich alle nach mir um und rannten in einer großen Menge auf mich zu. Sie rissen mir an den Haaren und es war fürchterlich. Wir haben sogar ein Video davon. Antti hat mich gefilmt...


Wie sieht es mit eurem neuen Album aus? Habt ihr schon irgendwelche Pläne?


L: Ja, wir haben Ideen für ungefähr 15 Lieder. Es ist schwer etwas darüber zu sagen, weil sich alles wieder und wieder ändert. Aber es sind einige gute Ideen dabei.


Christus hat den Song „Lost in America“ aufgenommen. Wie sieht es bei dir aus? Hast du ähnliche Pläne?

L: Nein, wobei ich weiß nicht. Christus’ Song war meine Idee. Ich sagte ihm er solle ihn singen. Ich spiele am besten weiter Gitarre und die beiden sollen singen.


Alice Cooper ist cool..


L: Yeah, das stimmt.


Weißt du wieso die Single „Lost Soul“ nicht in Deutschland veröffentlicht wurde? Es waren schon Promosingles im Umlauf, aber veröffentlicht wurde bis heute noch nichts.


L: Es liegt an unserer Plattenfirma in Deutschland. Das ist das geschäftliche und ich kümmere mich auch nicht darum. Es interessiert mich nicht. Ich mag es auch nicht darüber zu sprechen weil man nicht über alles sprechen kann. Aber wir versuchen einen Weg zu finden in Zukunft mehr in Deutschland zu veröffentlichen.


Okay, und nun zu deinen Gitarren. Wie viele besitzt du und mit welcher spielst du am liebsten?


L: Momentan habe ich eine, nein zwei Gitarren. Gewöhnlich spiele ich mit der Schlangegitarre. Manchmal spiele ich aber auch gerne mit der Larry Love Gitarre.


Wenn das Tourleben vorbei ist, du wieder in Tampere bist und ein wenig Freizeit hast, was unternimmst du? Gehst du lieber aus oder bleibst du zuhause?


L: Ich bleibe zuhause. Normalerweise gehe ich nicht aus. Ich mag es zuhause zu sein. Die anderen sind sehr oft in Bars.


Kennst du deutsche Bands? Und magst du sie?


L: Mir fällt gerade der Name nicht ein, aber es war eine Rock’ n Roll-Band. Ich war auf einem Konzert aber ich kann mich nicht mehr an den Namen erinnern. Aber es war cool und gefiel mir. Es war guter Rock’ n Roll.


Leider stand nun bereits Kari hinter uns und machte uns darauf aufmerksam, dass die Zeit um sei. Wir konnten bei weitem nicht alle unsere Fragen stellen, aber soweit so gut. Larry nahm noch seine Geschenke (ein Schal und eine lachende Blume) entgegen und bedankte sich für das Interview.

Wir möchten uns hiermit ebenfalls bei ihm bedanken, weil er sich trotz langer Partynacht für uns Zeit genommen hat. Danke auch an Sylvie von Roadrunner Records, die dieses Interview ermöglicht hat.

Gratis bloggen bei
myblog.de